Sonntag, 4. mai 2008

Um 10.30am kämpften sich die NAASler aus den Federn, um die sehr ans Herz gewachsene Stadt Ottawa zu verlassen. Eigentlich wollte man im Hotel noch das Frühstück geniessen, da jedoch keines vorhanden war wurden noch Blog und Postkarten geschrieben. Pünktlich um 12 Uhr checkten wir aus nahmen den Weg nach Montreal über Landstrassen in Angriff. Gekonnt und mit etwas Glück manöverierten wir aus der Hauptstadt Kanadas heraus. Als wir die Brücke in den Staat Québec überquerten, staunten wir nicht schlecht. Vor der Brücke war klar Englisch noch die Hauptsprache, danach restlos alles nur noch in französisch angeschrieben. Später stellte sich auch heraus, dass unser Englisch locker mit dem der Québecoise mithalten kann.
Schon bald plagte uns ein kleiner Hunger, welcher uns Anlass gab beim nächsten "Subway" einen Zwischenhalt einzulegen. Da hier keine Apfeltaschen im Angebot waren, durfte (musste) Thomy seine Subway-Premiere (e Blutä) feiern. Kaum hatten wir unsere Route wieder aufgenommen, sausten wir an einem Dollerama (Einkaufsmarkt in dem jeder Artikel 1$ kostet) vorbei. Kurz entschlossen wendeten wir, um das Angebot zu prüfen. Rund 40$ (also ca. 40 Artikel) wurden ausgegeben. Natürlich wurden nur hochwertige Produkte ausgelesen: Grillzangen, Pokerkarten mit Chips, Klatsch-Hände für die WM, Disco-Kugel für im Minivan, Mini-Basketkorb für im Minivan, etc. Ach ja, das wichtigste ging bei der obigen Aufzählung vergessen: jeder bestückte sich auch noch mit einem Souvenir-Hockeystock, deren Einweihung sogleich auf dem Parkplatz vor dem Dollerama vollzogen wurde. Thomy, Bitzu und JG bezwangen dabei Simu und Broun mit 5-3!! Nach dem Spiel musste JG nochmals zurück in den Laden um 2 Reserve-Schläger zu kaufen, denn seiner hatte bereits massiven Schaden erlitten. Um sich das Ganze etwas besser vorstellen zu können, verweisen wir gerne auf die Bildgalerie.
Später wurde mit dem nun zum Party-Mobil umfunktionierten Minivan noch ein kurzer Tankstopp eingelegt, bevor die restlichen Kilometer nach Montreal abgefahren wurden. MIt Broun am Steuer und Thomy als Navigator fanden wir in Montreal-Downtown ohne allzu grosse Umwege zu unserem Hotel. Das Hotel ist absolut top. Relativ neu renoviert mit edlem Bad (Dusche mit Glasstrennwand), sehr bequemen Betten, LCD-TV, jeder Raum mit eigenem PC (hier wird auch gerade dieser Blog verfasst), Frühstück-Buffet, etc.
Kaum angekommen, verliessen wir sogleich wieder das Hotel um etwas von der Stimmung vor dem Bell Center mitzubekommen. Denn es stand das 5. Halbfinal-Spiel der Eastern Conference Playoffs zwischen den Philadelphia Flyers und den Montreal Canadiens bevor. Bereits die Atmosphäre vor dem grössten Hockeystadion (21'273 oder so Sitzplätze) war beeindruckend. Als wir von einem Ticket-Dealer angesprochen wurden, erkundigten wir uns nach den Schwarzmarkt-Preisen für die Tickets. Die lagen bei 250$ pro Ticket. Das war auch für uns Hockeyfreaks zuviel. Der potentiale Verkäufer liess jedoch nicht locker und nach langen Verhandlungen einigte man sich schliesslich auf 150$. Ja richtig, 4/6 NAAS verfolgten das Spiel live im Bell Center. Bitzu war es das Geld nicht wert und entschloss sich das Spiel im Hotel im TV zu verfolgen, doch schon bald teilte er per SMS mit, dass er auch gerne selbst im Hockeytempel wäre. Kaum im Stadion eingetroffen, liess sich Thomy ein Montreal-Trikot von Mark Streit fertigen. Broun und JG begnügten sich mit einem T-Shirt vom Schweizer Eishockeyhelden. Die Stimmung in der Arena und in den Gängen herum war unvergleichlich. Man spürte das die "Habs" (Abkürzung für "Habitants", wie das Heimteam liebvoll von den Montrealer genannt wird) für die Leute hier alles bedeuten. Nach einer eindrücklichen Show vor dem Spiel, legten die Teams gleich los wie die Feuerwehr. Schon bald erzielten die Habs das wunderschöne 1-0. Nach dem ersten Drittel stand es 2-1 zu Gunsten des Heimteams. In den Pausen war jeweils nicht Erholung angesagt, sondern die Party ging zwischen den Esständen weiter. Nach einer zwischenzeitlichen 3-1 Führung führten die Flyers nach dem 2. Drittel auf einmal mit 4-3. Nach wenigen Minuten im Schlussabschnitt glichen die Candiens wieder aus und dabei blieb es auch bis 3 Minuten vor Schluss. Die Anspannung war spürbar, denn wenn die Habs verlieren würden, wäre die Saison sogleich vorbei. Vor dem Spiel führten die Flyers mit 3-1 Siegen in der Best-of-Seven Serie. Doch eben 3 Minuten vor Schluss der grosse Schock, ein herrlicher Ablenker aus der Luft brachte Philadelphia wieder in Führung. Und nach einen Schuss ins leere Tor, stand das Endresultat von 6-4 fest. Mit gesenkten Köpfen schlich die Mehrzahl der Zuschauer (die Flyers-Fans konnten an einer Hand gezählt werden) aus dem Stadion. Auch NAAS war nicht begeistert vom Resultat, denn das "Go Habs Go"-Fieber hatte auch uns sofort gepackt. Dazu hätte man am Sonntag das 6. Spiel in einer Bar miterleben dürfen. Und natürlich war danach in der Stadt auch nicht gerade Party-Stimmung, was grundsätzlich nicht unserem Naturell entspricht.
Nach einem kurzen Frust-Bier (zwei gönten sich auch noch einen kleinen Happen) in einer Brasserie zogen wir uns bald in unser Edel-Hotel zurück.

von NAAS
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  • : 4/6 NAAS und Bitzu sind vom 28. April bis am 9. bzw. 23. Mai in Kanada. Anlass zu dieser Reise ist die Eishockey-Weltmeisterschaft, die wir mit einer Ost-Kanada-Rundreise verbinden.
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